Trip durch die 90er

© by " Das Flori Projekt (Florian E. Kirner)"

Achtundsechziger-Degeneration im Schnelldurchlauf der globalisierten Neunziger.

Prolog im Himmel:

Schönes Haus in Vorortslage, viel zu schöne Kindertage. Die Eltern sind gegen Raketen, weshalb sie dagegen beten.

Großäugig sieht der Teenager, den Untergang der DDR. Die Eltern bleiben dominant, drum wird das Lumpili zum Punk. Saufen und Haare bunt!

US Krieg gegen Öldiktator. Schüler-Radikalisator. Lumpili so links wie geht, und nach der Demo Joint gedreht.

Weltwirtschaftsgipfel-Kesselei, natürlich ist auch er dabei. Die Bullen ham ihn auf dem Kicker. Heldenbonus, Teenificker. Zwölf-Loch Docks, und Rasta-Locks.

Kampf oder Party was darf's sein? Rein und raus und raus und rein. Trotz LSD klickt Lumpis Hirn, man sollt sich wohl organisiern.

Es sieht das Bürgerkind mit Staunen, was Frankreichs Arbeiter sich trauen. Sollt Kampf nicht mehr als Party sein? Ach was! Rein und raus und raus und rein.

Doch die Maxime bleibt beim Träumen, nur vom Leben Nichts versäumen. Die Rebellion scheint kurz bevor, Lumpi wird Agitator Bläst den Marsch, Tatoo am Arsch.

Vorlaut hört ihr den Freundeskreis. Schluß mit dem ganzen Hippi-Scheiß! Der Aufbruch rollt heran mit Macht. Das Hirn rotiert, die Lunge kracht.

Dann ist er Linksruck-Redakteur, doch die Vergangenheit wiegt schwör. Er denkt an eine Therapie und fängt gleich an mit Extasy. Techno Tanz. Piercing am Schwanz.

Der Kampf geht länger als gedacht, weshalb Enttäuschung breit sich macht. Die große Liebe geht in Brüche, und die Revoluzer-Psyche.

Das halb gelesne Buch von Marx tauscht er jetzt gegen Eso-Quarks. Ansonsten raved er durch die Nacht. Dann wird ein Asien-Trip gemacht.

Jetzt triped er durch Malaysia und ist uns fern und doch so nah. Per e-Mail lesen wir geschockt, daß Lumpi jetzt im Kloster hockt. Gott erhalts! Vater zahlts!

Den Lumpi-Typen hat's auf jeden Fall paar huntert Mal gegeben. Wir sprühn Spott und spüren Schmerz. Wo warn wir als sein rotes Herz, ächtzt und krachte, Frust breit sich machte?

Ich weiß es selbst, so ist das halt. Der stirbt jung und der wird alt. doch kommt er wieder angeloffen. Habt eure Herzen statt verschlossen, warm und offen! Lasset uns hoffen!


Keine Macht den Drogen!

Nur um allen Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin absolut gegen den Konsum von illegalen Drogen!
Ich finde dieses Lied der schön und unterstütze einen grossen Teil der enthaltenen Gesellschaftskritik, aber ich bleibe dabei: Keine Macht den Drogen!


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last updated: 18.08.2007, 20:12
Max Kicherer (e-mail: max+www@siski.de)